Wanderung Glattuferweg vom 18. September 2019

Eine leicht fröstelnde Gruppe macht sich auf den Weg ....
Judith Säule beim Gottfried Keller Museum

Natur und Kultur im Jubiläumsjahr von Gottfried Keller

Wir waren ein volles Dutzend Wanderlustige, die in Bülach aus der S9 stiegen, leicht fröstelnd  wegen der Hochnebeldecke. Im Laufe des Nachmittages brach dann aber die Sonne durch und brachte uns ins Schwitzen. Jacqueline Keller, unsere vereinseigene Wanderleiterin, nahm Rücksicht auf unsere reduzierte Leistungsfähigkeit und führte uns gemächlich ans Ufer der Glatt hinunter. Das Naturschutzgebiet Glatt-Hochfelden umfasst 8 ha und ist in den Jahren 1980/81 vom Baudepartement des Kantons Zürich angelegt worden. Heute dürften etwa 1‘000 Tiere und Pflanzen in der ökologischen Ausgleichsfläche zu finden sein.

 

Rund zwei km vor Glattfelden setzten wir uns an einem Rastplatz an zwei grosse Tische und packten unser mitgebrachtes Picknick aus. Jacqueline erzählte von Gottfried Keller, der vor 200 Jahren geboren wurde. Als Maler ist er zwar gescheitert, aber als Dichter hat er mit seinem selbstbiographischen Roman Der grüne Heinrich grossen Ruhm erworben. Neben 22 Novellen hat Gottfried Keller auch noch zahlreiche Gedichte geschrieben, wovon einige zu Liedern vertont worden sind. Das bekannteste ist wohl Augen, meine lieben Fensterlein. Louis beschloss die Informationen über Keller mit der Rezitation des Gedichtes Im afrikanischen Felsental marschiert ein Batallion.

 

In Glattfelden kehrten wir im Gottfried Keller-Zentrum ein. Es beherbergt eine umfassende Ausstellung über Leben und Werk des Dichters. Im Garten des Kafi Judith genossen wir Kaffee und hausgemachten Kuchen. Inmitten des romantischen Platzes steht die Judith Säule, die vom Wettinger Künstler Eduard Spörri geschaffen worden ist.

 

Interessant wie die Wanderung war auch die Rückfahrt nach Baden: Mit dem Postauto zum Bahnhof Glattfelden, von dort mit der S9 bis Oberglatt. Hier umsteigen in die S15 für die Fahrt nach Niederweningen und dann mit dem Postauto nach Baden. Eine erlebnisreiche, leichte Wanderung von ca. 9 km Länge ging problemlos zu Ende, und wir freuen uns schon heute auf die nächste mit Jacqueline im Jahre 2020.

                                                                                                                                Louis Schuppisser