Reisebericht von Christine Gehring

Mallorca vom 15.-22. September 2017

 

Mallorca empfängt uns mit einem heftigen Gewitter, mit Blitz und Donner und strömenden Regen. Nicht gerade das, was man sich für die Ferien wünscht. Die Fahrt mit dem Bus durch die dunkle Nacht nach Artà, zeigt uns wenig vom Land. Hie und da eine beleuchtete Kirche, eine Stadt auf einem Hügel, sonst nur Regen und Dunkelheit.
Nachdem wir endlich alle unsere Hotelzimmer bezogen hatten, war es Mitternacht.


Am anderen Morgen war das Wetter nicht viel besser.Nach dem Morgenessen im Hotel wurden wir von Monica mit dem Bus abgeholt und fuhren auf die Finca. Vera hatte den Ofen eingeheizt und so hatten wir drinnen im Wohnzimmer unsere erste Yogastunde mit Corinne. Danach gab es ein warmes Mittagessen und das Wetter wurde am Nachmittag besser, so konnten wir eine kleine Wanderung machen. Sie führte durch einen Teil des Parc Natural Llevant und bis zur nächsten Bucht, wo wir in einem Restaurant die wunderbare Aussicht auf das Meer und die gegenüberliegende  Bucht geniessen konnten.


So war das Programm fast jeden Tag, zuerst Yoga auf der Finca, mal auf der Terasse mal auf dem Dach mit Sonnensegel, dann ein kleines Mittagessen und anschliessend eine Wanderung oder eine Führung, oder baden im Meer.
Das Wetter ist dann mittlerweile auch besser geworden, aber es war nicht so warm, wie wir uns das gewünscht hätten, es ging immer ein leichter Wind.


Die Führungen, welche immer mit der mobilen Höranlage durchgeführt wurden, waren sehr interessant, vor allem der Garten der Frauen hat mich sehr beeindruckt. Zwei deutsche Frauen hatten vor Jahren in der Nähe von Artà eine Finca mit ziemlich viel Land gekauft und dort diesen Garten angelegt. Sie haben über die Geschichten starker und interessanter Frauen von Mallorca, von früher und heute recherchiert und für jede dieser Frauen eine Ecke im Garten gestaltet und so ihre Geschichten dargestellt.


Auch die Besichtigung der  Höhlen von Artà, ein eindrückliches Naturphänomen war interessant und hat mich sehr beeindruckt.


Die Fahrt mit dem Zug von Manacor nach Palma und die Stadtbesichtigung mit eher nicht so touristischen , aber trotzdem wunderschönen Häusern, Innenhöfe, kleine Gassen und die Markthalle waren sehr bemerkenswert. Das Nachtessen im zu einem Tapasrestaurant umfunktionierten alten Schlachthof von Palma, mit einer riesigen Auswahl verschiedener Tapas, war dann der Höhepunkt.


Alles in allem war es eine interessante Woche, es würde den Rahmen sprengen, wenn ich alles erzählen würde. Was mich aber sehr beeindruckte und auch freute, war die gute Stimmung, dass sich gegenseitige Verstehen mit unserer Hörbehinderung, das Gefühl, dazuzugehören, das getragen sein in der Gruppe und die vielen interessanten Gespräche untereinander.
Es war für mich nicht ein Auftanken im Sinne von Ruhe und Erholung, sondern eher ein Auftanken von neuen Eindrücken, interessanten Begegnungen und einer wunderschönen Insellandschaft.